Begrenzung Winterreifen

Ice-Mark

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Moin, mal ne doofe Frage:

Ich bin am Donnerstag mit meinem etwas zügiger unterwegs gewesen (212 km/h) und fahre noch mit den Winterreifen drauf.
Ich bekam dann die Meldung im Tacho angezeigt, Achtung: Sie fahren mit Winterreifen und maximal 210 km/h erlaubt oder so...

Jetzt die Frage, kann man die Grenze irgendwo einstellen und erhöhen? Mit meinen Winterreifen darf ich max. 240 km/h fahren und bin dann vor Schreck erstmal wieder vom Gas runter gegangen...

Vielen Dank für die Antworten schon mal im Voraus, bin da etwas unbeholfen :ROFLMAO: 🙈
 
Man muss es einstellen können, da ja das System nicht automatisch erkennt, ob Sommer- oder Winterräder drauf sind. Ich würde spontan mal unter Fahrzeug, Außen und Reifen schauen, da war mEn die Möglichkeit dieser Einstellung. Aber da ich GJR fahre, muss ich mich nicht damit beschäftigen.
 
Ja in den Einstellungen unter Aussen > Räder kannst Du das Limit aktivieren und einstellen. Dort setzt man auch das RDKS zurück
 
Perfekt, danke euch beiden :) 🙈
 
Abgesehen davon würde ICH das Tempolimit der Reifen nicht ausreizen wollen. Ich habe meine Warnung auch konservativ eingestellt.

Die Tempoangabe der Reifen wird nämlich nur für ein paar (8?) Minuten geprüft und hängt auch noch vom KORREKTEN Luftdruck, der Ausreizung des Lastindex, Beladung des Autos, möglicher Mini-Schäden durch Randsteinklettern, ... ab.

Natürlich macht es nichts aus, mal kurz an oder vielleicht ? sogar über die Grenze zu gehen.

Das kurze Bimmeln stört mich dann nicht, genausowenig wie die häufigere 120 km/h-Warnung, damit mein Führerschein länger bei mir bleibt ;-)


FunFact
Mein Sohn hatte mal mit seinem 440i GC bei um die 180 an beiden Hinterrädern gleichzeitig die gesamte Lauffläche der WR verloren
 
Vielen Dank für deine Erklärung.

Habe die Grenze des Bimmeln nun auf 230 gestellt, die Reifen können bis 240. Will die auch nicht komplett ausreizen, aber bei 210 war es dann doch ein wenig zu früh für mich, und es kommt auch extrem selten vor bei mir, wo ich das mal fahren kann/will.

Gilt denn deine Begründung denn auch genauso für die Sommerreifen?

Danke für deine Hilfe!
 
@derblaue

Wieso nicht? Laut der Prüfnorm ECE-R 30 wird der Reifen so getestet, das der Reifen Theoretisch unbegrenzt lange an dem Maximum des Geschwindigkeitsindex gefahren werden kann. Man muss nur Beachten, dass der Luftdruck entsprechend eingestellt ist. Was viele hierbei aber nicht Wissen, die Traglast lässt nach.
Bei einem 240 km/h zugelassenen Reifen ( Index V ) ist nur bis 210kmh 100% der Traglast gedeckt. Bei 240kmh sind es nur noch 91% davon, daher muss man die Beladung des Fahrzeuges zwingend beachten bei "dauerhafter" fahrt in der nähe des Maximums des Reifens.
Diese Zulassungen gelten Allgemein immer nur für einen absolut Fabrikneuen Reifen.
In 99,9% der Fälle wird man ohnehin durch andere Verkehrsteilnehmer entsprechend gebremst, bevor es auch nur in die Nähe einer Thermischen Überlastung der Reifen kommen würde.

Eine Laufflächenablösung hat meist andere Gründe ( Billigreifen, Vorschäden, Index zu Niedrig für die Gewählte Geschwindigkeit oder schlicht Überladung. )
Außerdem "plötzlich" passiert das sowieso nicht, das kündigt sich durch Vibrationen im Lenkrad sowie lautes Wummern an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine und danthemans bessere/genauere Überlegungen/Erklärungen gelten natürlich auch für Sommerreifen.

Meine sind aber bis 300 km/h freigegeben, von daher unkritisch.

Die WR mit der Laufflächenablösung meines Sohnes waren übrigens von Michelin. Er versicherte mir glaubhaft, dass er sie trotz 370 PS seines BMW nie ans Limit gebracht hatte.

Und ob er ein Wummern kurz vorher (? wieviele Sekunden wären denkbar ?) gehört hat, dürfte bei 180 relativ irrelevant sein. Ich höre durch unterschiedliche Asphaltbeläge auch oft gewisse andere Töne, wo ich dann auch nicht sofort vom Gas gehe.

Lenkradflattern beim Hecktriebler und Defekt der HR halte ich mal für wenig wahrscheinlich ;-)

Zum Thema "so lange kann man doch gar nicht schnell fahren" bitte ich zu bedenken, dass dann ja gerade durch Bremsungen und Beschleunigungen (wie auch durch Fliehkräfte in schnellen Kurven, z.B. Kassler Berge ;-)) ZUSÄTZLICHE Belastungen in den Reifen eingeleitet werden, die man auf dem Rollenprüfstand vielleicht so nicht hat.

Aber egal, ich mache es so, jeder darf es anders machen. Ich muss auf jeden Fall nicht unbedingt bei 200+ einen Reifenschaden haben, dafür ist mein Selbsterhaltungswillen zu hoch.

Meine Geschwindigkeitswarnung ist und bleibt bei mir übrigens das ganze Jahr bei 210 und das überschreite ich immer nur kurz.
 
@derblaue

Ich glaube, wir reden ein Stück weit aneinander vorbei.
Mir geht’s nicht darum zu sagen „unkritisch, da passiert nichts“, sondern darum, wie die Norm das Ganze technisch bewertet. Nach ECE-R30 ist der Reifen eben genau dafür ausgelegt, auch am Geschwindigkeitsindex dauerhaft betrieben zu werden – unter den definierten Bedingungen.

Und genau da liegt ja der Punkt:
Luftdruck, Traglast und Zustand müssen passen. Dass die Tragfähigkeit mit steigender Geschwindigkeit abnimmt, hatte ich ja extra erwähnt – das ist für mich eher ein Argument für bewusstes Fahren als dagegen.

Was den Michelin-Fall angeht: Klar, sowas passiert. Aber genau deshalb schaut man sich ja die typischen Ursachen an – und die liegen erfahrungsgemäß eben meistens nicht darin, dass ein korrekt betriebener Reifen „einfach so“ im vorgesehenen Bereich versagt.
Bei den Ankündigungen bleibe ich auch dabei: In vielen Fällen gibt es vorher Hinweise wie Vibrationen oder Geräusche. Dass man die bei 180 km/h nicht immer sauber einordnen kann, ist ein anderes Thema – aber „komplett ohne Vorwarnung“ ist eher die Ausnahme als die Regel.

Unterm Strich:
Ich habe kein Problem mit zügigem Fahren – aber eben mit technischem Verständnis dahinter. Und dazu gehört für mich, die Rahmenbedingungen der Freigaben zu kennen und nicht nur die Zahl auf der Flanke isoliert zu betrachten.
 
Meine Antworten waren primär für den Themenstarter.

Wir sind nicht weit auseinander. Du, dantheman, beschreibst die Regulierung, ich meinen Selbsterhaltungstrieb, da man ja auch nie einen Produktionsfehler oder andere Beschädigungen ausschließen kann
 
Unterm Strich sind meine Reifen zwar bis 240 km/h ausgelegt, aber nur wenn die anderen Faktoren stimmen und auch nicht auf dauerhaftes fahren ausgelegt.
Das ist dass, was ich nun für mich mitnehme. Ich danke euch beiden, werde hier und da die 200er Marke für mich dennoch überschreiten, aber nicht ans Limit gehen, da mir das Leben von mir und meiner Familie auch zu wichtig ist!

Nochmals Danke an euch beiden :)
 

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