Cupra Leon ST e-Hybrid: DC/DC-Inverter-Defekt nach 6 Tagen / 879 km

neox2811

War schon mal da
Ich möchte meine bisherige Erfahrung mit einem Privat-Leasing Neuwagen teilen, in der Hoffnung dass es anderen hilft die möglicherweise ähnliche Symptome beobachten.

Nach der Abholung meines Cupra Leon ST e-Hybrid (204 PS) trat nach gerade einmal 6 Tagen und 879 km ein plötzlicher Defekt auf: Beim Ausparken ließ sich nach dem R-Gang kein D-Gang mehr einlegen. Gleichzeitig erschienen zwei Warnmeldungen in der App/Display — „12V-Batterie wird nicht geladen, Weiterfahrt nur noch begrenzt möglich" sowie „Hybrid-System funktioniert nicht richtig, bitte Werkstatt aufsuchen."

Der Cupra Pannenservice hat das Fahrzeug zur nächsten Vertragswerkstatt abgeschleppt. Die Diagnose nach mehreren Tagen: defekter DC/DC-Inverter (Spannungswandler). Dieser wandelt die Hochvoltspannung des Hybridantriebs in das 12V-Bordnetz um — fällt er aus, kann das HV-System die Vorladephase nicht abschließen und verweigert den Start komplett, während Infotainment und Beleuchtung über die Restladung der 12V-Batterie noch funktionieren. Die über 50 weiteren Fehlercodes im Diagnoseprotokoll sind laut Werkstatt Folgefehler.

Der Austausch ist aufwändig, Teile müssen bestellt werden und das Fahrzeug steht seit dem Defekt in der Werkstatt. Garantiefall läuft. Fahrzeug nur 6 Tage benutzt und nun bereits 7 Tage in der Werkstatt mit Tendenz zu mindestens 14 Tagen Werkstattaufenthalt.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit dem e-Hybrid-Antriebsstrang gemacht, insbesondere mit dem DC/DC-Wandler? Würde mich interessieren ob das ein Einzelfall ist oder ob es eine bekannte Schwachstelle gibt.

VG
 
Bin hier im Forum nun auch etwas länger unterwegs und hatte auch meine Kinderkrankheiten damit, aber zum Glück nicht diesen. Lese hier auch zum ersten mal von dem Problem, also gehe ich eher von Einzelfällen aus..

Drück dir die Daumen, dass du den schnell wieder zurück hast, halte uns hier gerne auf dem Laufenden!
 
@Ice-Mark war nicht ein defekter Spannungsregler schon ab und an mal die Ursache für des Entladen der Starterbatterie beim Laden des Akkus oder war das ein anderes Teil?
 
Hallo! Ich bin zwar neu und derweil nur ein Cupra Leon Besteller… aber seit Tagen lese ich alles an Fehlern und Beschwerden…das was du mit dem Entladeproblem meinst, war eine Meldung wo dann geschrieben wurde, das Software Fehler bei Wallboxen Schuld waren am entleeren
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Was soll da der Fehler an den Wallboxen gewesen sein? Ich habe meine Wallbox selbst gebaut, und das würde mich daher schon interessieren.
 
@ekm das kann auch sein, mir wurde von der Werkstatt nur gesagt, dass es ein Steuergerät war, dass das Auto leer gesaugt hatte...
Nachdem ich nu zweimal davon betroffen war, hoffe ich nun auf Ruhe mit dem Problem -.-
 
Ich weiß nicht welche Wallboxen genau. Nur, dass man durch einen Software Fehler dieses Problem hatte. https://cupra-forum.com/forum/thread/3970-vz-1-5-e-hybrid-komplett-tot/

Das Problem kenne ich auch nicht und halte es auch für recht unwahrscheinlich bzw. wirklich für absolute Einzelfälle. Ein Saugen der Wallbox an der Batterie sollte doch fahrzeugseitig gar nicht möglich sein.
Was ich allerdings bestätigen kann, dass alle Hybrid-VWs seit 2020 massive Probleme mit der Software ihrer Steuergeräte hatten/haben. Die Steuergeräte werden schlicht nicht ordentlich runtergefahren und saugen die 12V-Batterie leer. Da ist es dann auch egal, ob die Hochvoltbatterie voll ist oder nicht. Durfte ich auch mitm Skoda am eigenen Leib "erleben". Schlimmer finde ich, dass die Fehler immer bekannt waren, es aber keine Rückrufe gab. Es wurde lange Zeit nur bei tatsächlich Betroffenen, die liegenblieben, behoben. Erst viel später wurde dann heimlich bei Serviceterminen upgedated. Bei meinem Händler, wo ich den Skoda damals her hatte, standen 80% der von ihm verkauften iVs regelmäßig bis dauerhaft auf dem Hof, da sie nicht funktionierten.

Bis ich nun auch mit dem Cupra vor ein paar Monaten liegengeblieben bin, dachte ich eigentlich, die Probleme wäre längst vom Tisch. Erst Recht dann nach dem Facelift.
 
Zuletzt bearbeitet:
Update meinerseits:

Das Ersatzteil wurde geliefert, die Reparatur war für diese Woche geplant. Neue Wendung: Die Werkstatt stellt fest, dass ein standortgebundenes Spezialwerkzeug für den Einbau fehlt. Das Fahrzeug muss deshalb jetzt zu einem anderen Standort transportiert werden - wann die Reparatur dort eingeplant wird, ist offen. Warum das erst nach 12 Tagen Werkstattaufenthalt bzw. fast eine Woche nach der Fehlerdiagnose auffällt, ist mir ein Rätsel.

Stand heute: Das Fahrzeug steht seit 12 Tagen in der Werkstatt, ich hatte es 6 Tage. Als PHEV-Fahrer mit eigener PV-Anlage fahre ich stattdessen einen Benzin-Ersatzwagen und zahle für ein Fahrzeug, was ich nicht nutzen kann. Der Händler hat auf meine Kulanzanfrage bisher nicht konstruktiv reagiert.

Eine Frage auch an alle Privat-Leaser: Wie geht ihr damit um, für ein Fahrzeug Leasingraten zu zahlen das ihr durch einen Garantiedefekt nicht nutzen könnt? Rechtlich ist man hier leider klar auf der Verliererseite — Raten einbehalten ist nicht möglich. Hat jemand Erfahrungen ob und wie man hier kulanzhalber eine Lösung erwirken könnte?
 
Ich habe zwar kein Privat-Leasing sondern Firmen-Leasing. Ich hatte ein Problem mit meinem AC-Lader, die Reperatur hat 7 Wochen gedauert. Fahren konnte ich zwar mit dem Auto natürlich zu höheren Kosten. Wir haben dann eine Beschwerde an Cupra geschrieben und als Entschädigung einen 200 Euro Gutschein für den nächsten Service bekommen.
Ich würde mich auf jeden Fall bei Cupra beschweren, vom Autohaus kann man da glaube ich nichts erwarten.
 
Update von mir:

Reparatur ist erfolgt, DC/DC-Wandler wurde getauscht und Fahrzeug wurde mir wieder übergeben. Wird als Garantiefall abgewickelt.

Von Cupra selbst leider noch keine Reaktion auf meine Kulanzanfrage.

Trauriges Highlight noch am Rande: Die Cupra Vertragswerkstatt hat meinen Fahrzeugschein verlegt und konnte ihn mir bei der Abholung nicht aushändigen…hat sich aber mittlerweile wieder angefunden. Als bisher jahrelanger Gebrauchtwagenfahrer und Kunde freier Werkstätten bin ich fast erschrocken, wie unprofessionell es in der Vertragswerkstatt nun läuft. Aber vielleicht hatten sie nur einen schlechten Tag…
 
Erstmal gut, dass am Ende alles wieder in Ordnung ist. 👍

Das Pensum in den Vertragswekstätten ist aber auch (idR!) höher. Die Cupra Garagen mit denen ich bisher zu tun habe sind grundsätzlich voll ausgelastet und das Personal (Servive und Werkstatt) reicht meist gerade so aus. Da können Fehler einfach auch schneller passieren. Ist ja leider nicht so, dass weiteres Personal zur Verfügung steht. Es ist schon schwer das aktuelle zu halten und beim Service nimmt man dann manchmal auch Leute, die vor 10 Jahren nicht in Frage gekommen wären.
 

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