Rekuperation beim Hybrid

Das hängt ziemlich sicher mit der Huldigung des CO2-Gottes zusammen, bzw. um den theoretischen Verbrauch zu drücken, wenn kein Sprit fürs Laden draufgehen kann, nach WLTP. Realität interessiert ja niemanden 🫠
 
Ich denke auch, dass die EU Reglementierung dahinter steckt.
Den VFL kann man von 0-96% laden. So habe ich die VFL über den Winter bringen lassen, weil die Ladeinfrastruktur Monate zu spät kam.
Aber auch eine Möglichkeit für die Variante bergab laden, bergauf elektrisch.

Grundsätzlich müsste das Szenario mit dem FL aber geringfügig auch klappen. Wenn es steil genug ist Rekuperation auf STARK, dann solle er selbst ohne Ladestand halten laden. Wenn es nicht ganz so steil ist, auf Automatisch. Dann hält er die Geschwindigkeit und nimmt die Motorbremse nur wenn es schneller wird. Bei letzterem kommt natürlich nicht ganz so viel Ladung dazu.
 
Grundsätzlich müsste das Szenario mit dem FL aber geringfügig auch klappen. Wenn es steil genug ist Rekuperation auf STARK, dann solle er selbst ohne Ladestand halten laden.

Ähm, das ist doch der Sinn der Rekuperation ;) Aber ich kann sagen (ohne jetzt eine wissenschaftliche Auswertung über Wirkungsgrade, Reibung etc. zu machen), dass Rekuperieren steht (auch auf stark) in keinem Vergleich zum Verbrauch. Auch die Bremskraftrückgewinnung verpufft meist eh komplett, da die maximale Ladeleistung schon durch die Rekuperation"verbraucht" wird.

Mal ein simples Beispiel (die Zahlen sind willkürlich). Ich fahre einen beliebigen Berg hoch. Dabei verbrauche ich z.B. 2,5 Kwh. Rolle ich den gleichen Berg wieder runter und rekuperiere das Maximum, gewinne ich nur 0,3 Kwh. Reines Rekuperieren (Verzögern) wird also niemals irgend einen wirklichen Sinn machen im Verhältnis zur benötigten Energie für den Vortrieb. Das Missverhältnis ist viel zu groß. Einen scheinbaren Sinn würde es nur ergeben, wenn man die Verbrauchsseite auslagert und dann aus der Rechnung heraus nimmt (so wie es gern bei Windkraft und anderen tollen Errungenschaften gemacht wird). Also ich schaffe das Auto passiv auf einem Transporter auf den Berg und lasse es dann rekuperierend wieder hinunter rollen. Im Auto habe ich dann einen effektiven Energiegewinn erzielt. In der Gesamtbetrachtung ist das aber natürlich riesiger Quatsch.

Rekuperieren ist also ein nettes Gimmick, welches dahingehend Sinn macht, dass es halt da ist und dann kann man den Tropfen auch nehmen. Das aber regelrecht zu planen, halte ich für extrem schrullig :sneaky:

Ein gezieltes Laden, wie in den 1.Generation-Hybriden, würde ich da für wesentlich sinnvoller erachten. Gerade auch aufgrund der (der WLPT geschuldeten) winzigen Kraftstofftanks.
Theoretisch könnte man das mittlerweile sogar KI-gesteuert optimieren und so eine deutliche Verbesserung der Effizienz erreichen. Aber bis die VAG sowas technisch fehlerfrei auf die Reihe bekäme, ist die gesamte Menschheit längst in eine andere Galaxie umgesiedelt :ROFLMAO:
 
@nersd
Sehr gut geschrieben.(y) Das Ganze ist auch leicht übertragbar: Meine beiden eBikes mit Alber Neodrives Heckmotor können beim Bremsen bergab auch rekuperieren, was aber ebenso in keinem Verhältnis zur Energie steht, die man für den gleichen Berg bergauf benötigt. 8% Akkuleistung benötigt man bergauf, bergab wird aber - wenn überhaupt - gerade mal 1% zurückgewonnen. Die Werbung für so etwas ist nach Meinung vieler einfach nur Augenwischerei.
 
Ich gebe zu, ursprünglich hatte ich mir von der Energierückgewinnung auch viel (vielviel) mehr versprochen. In der Theorie klingt das super. Die Realität war da für mich sehr ernüchternd. Praktisch gleicht das ja noch nichtmal die generellen Ladeverluste aus.
 
Funfact dazu:
Es gibt irgendwo in Österreich (glaub ich) einen Steinbruchtagebau oben auf einem Berg, wo der Abraum mit einem rein elektrischen Muldenkipper abtransportiert wird, ins Tal.

Durch das enorm hohe Gewicht talabwärts wird der Kipper stark genug geladen (per Rekuperation), dass der leer tatsächlich den Berg wieder hoch kommt.
Und dann beginnt es von vorn 🙃
 
@nersd so war das nicht gemeint, mir ging es um das Thema Laden beim Fahren. Beim VFL kann man in der Ladeszeit auch nicht rein elektronisch fahren (für "boost" wird aber Energie beim Beschleunigen genutzt).
Wenn ich nun also mit einem FL auf einer Strecke den Ladestand halte, und dann zusätzlich bergab rekuperiere müsste er den Ladestand auch erhöhen, unten dann Ladestand halten aktualisieren und dann hält er den erhöhten Stand. Ist nur marginal aber es wäre eine Möglichkeit (sinnvoll oder nicht mal dahingestellt).

Im Endeffekt brauch man das aber nicht wirklich, wenn man den Akkustand ab Start hält und gezielt da umschalten, wo man mit dem E besser fährt, ist das mMn besser.
Ich halte mir grundsätzlich mind. 50% Ladestand für Staus auf der AB, und wenn es nicht gebraucht wird, dann setze ich es zum Schluss ein. Stadtverkehr oder den Berg rauf kommt zum Schluss immer.

Das grundsätzlich Energieverrauch > Energierückgewinnung ist, ist mir völlig klar 😉
 
@nersd so war das nicht gemeint, mir ging es um das Thema Laden beim Fahren. Beim VFL kann man in der Ladeszeit auch nicht rein elektronisch fahren (für "boost" wird aber Energie beim Beschleunigen genutzt).
Wenn ich nun also mit einem FL auf einer Strecke den Ladestand halte, und dann zusätzlich bergab rekuperiere müsste er den Ladestand auch erhöhen, unten dann Ladestand halten aktualisieren und dann hält er den erhöhten Stand. Ist nur marginal aber es wäre eine Möglichkeit (sinnvoll oder nicht mal dahingestellt).

Im Endeffekt brauch man das aber nicht wirklich, wenn man den Akkustand ab Start hält und gezielt da umschalten, wo man mit dem E besser fährt, ist das mMn besser.
Ich halte mir grundsätzlich mind. 50% Ladestand für Staus auf der AB, und wenn es nicht gebraucht wird, dann setze ich es zum Schluss ein. Stadtverkehr oder den Berg rauf kommt zum Schluss immer.

Das grundsätzlich Energieverrauch > Energierückgewinnung ist, ist mir völlig klar 😉

Doch, auch beim Laden gibt es Passagen, die rein elektrisch gefahren werden. Gerade beim Anfahren oder sehr niedrigen Geschwindigkeiten. War zumindest beim baugleichen Octavia so. Das Laden war also kein Dogma, aber das grobe Ziel des Autos.

Ich weiß schon was du meinst, ich war ja der Erste, der das fehlende Laden hier im Forum bemängelt hat. Ich finde es schlicht einen Mangel und eine Selbstbeschneidung der Technik.

Worauf ich aber keine Lust habe, ständig mit dem Ladeverhalten Halten, Nichthalten usw. herumzujonglieren. Die Bedienung ist mir so schon viel zu bescheuert und bedienungslastig. Ich will Auto fahren, nicht Dauerherumregeln und die Augen mehr auf dem Display als auf der Straße haben. Deswegen wäre eine simple Ladefunktion so wichtig. Für mich vor allem im Hinblick auf Reichweitenoptimierung (der Octavia hatte einen 35L-Tank! und die 40 beim Cupra sind genauso ein Witz, zumal der mehr verbraucht und am Ende mit 5L mehr Tank und 10 Kwh mehr Akku die gleiche Reichweite hat, wie der Octavia).
 
Für mich vor allem im Hinblick auf Reichweitenoptimierung (der Octavia hatte einen 35L-Tank! und die 40 beim Cupra sind genauso ein Witz, zumal der mehr verbraucht und am Ende mit 5L mehr Tank und 10 Kwh mehr Akku die gleiche Reichweite hat, wie der Octavia).

Also ich finde die 40 Liter locker ausreichend. Ich komm mit einer Tankfüllung über 1.000km im Hybrid-Modus, welchen ich eigentlich immer nutze. Mein Langzeitverbrauch 19.000km liegt bei 3,4l/100km und 12,6kwh/100km und bei mir ist es recht "bergig".
 
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Ich will jetzt auch kurz mein "Senf" dazu geben, aber auch niemanden kritisieren etc...

Ich für meinen Teil bin absolut zufrieden mit dem Hybrid so wie er ist, habe mir im Vorfeld auch viele Infos eingeholt was wie geht und was auch nicht. Der Gedanke, so denke ich, hinter dem Hybrid ist einfach, dass man seine täglichen Fahrten kleiner als 80 km ungefähr rein elektrisch gefahren werden können. Sprich zur Arbeit, Einkauf etc. und es dafür auch nicht nötig ist, den Verbrenner wieder anzuschalten, um dann Strom zu gewinnen (Wahrscheinlich auch nicht Sinn der EU einen Hybrid zu fahren, wenn er wieder mehr verbrennt). Für mehr Reichweite gibt es dann Hybrid und die Kombi aus beidem. Für die meisten Ottonormal Verbraucher wird dieses Szenario zutreffen und auch völlig ausreichen. Wie @Tygulav schrieb, schaffe ich mit meinem auch über 1000km, also ist der Tank mehr als ausreichend von der Größe.

Ich kann deine Punkte aber auch verstehen @nersd, ich glaub heute sollte es am besten keine Hybride mehr geben, wenn man den Leuten zu viele Möglichkeiten gibt, kann es nur in Verwirrung oder so enden. Entweder rein Verbrenner oder rein Elektrisch und fertig. Aber nur meine Meinung!

Ich glaube ich würde heute schon eher zum rein elektrisch wechseln, wenn ich mir heute ein Auto holen müsste, aber war dem ganzen auch noch was skeptisch und wollte für meinen Teil mit dem Hybrid erstmal mich herantesten.

Wollte damit nun aber für meinen Teil sprechen und niemanden jetzt angreifen!! 🙈
 
Ich komm mit einer Tankfüllung über 1.000km im Hybrid-Modus, welchen ich eigentlich immer nutze.

Nie im Leben! Mit 20 Kwh (bestenfalls 90 km) + 40L Benzin (bestenfalls 550 km) halte ich 1000km im realen echten Leben für unschaffbar. Selbst mit dauerhaft 30 auf einer geraden Strecke ohne Ampel, Verkehr und irgendwas. Im Hybridmodus bei normaler Nutzung (selten über 160) komme ich um die 600 km (+/-). Im Winter weniger, weil da die elektrische Reichweit einbricht und der Verbrauch auch mit dem Verbrenner etwas steigt.

Und ich fahre mittlerweile über 5 Jahre Plug-in-Hybrid.
 
Kommt natürlich auf die Nutzung an. Ich fahre meist Urban (Arbeitsweg) und vielleicht 1x im Monat ca. 50km über die Autobahn. Ich vermute du fährst wohl viel über die Autobahn und da finde ich persönlich einen PHEV auch die falsche Wahl.

Aber wieso sollte ich hier Stuss erzählen? Es ist MEIN Verbrauch, unten im Link vom letzten Jahr. Dieses Jahr liegt er bislang bei 3,2l/100km und 11,7kwh/100km, kann dir gerne auch hiervon einen Screenshot schicken.

Edit: hab gestern getankt. Verbrauch zwischen den Tankstops: 2,5l/100km und 11,4kwh/100km, 1.428km und Durchschnittsgeschwindigkeit 43,7km/h.
Bin da am Ende recht viel rein elektrisch und behutsam gefahren. Landstraßen 70-80km/h wenn hinter mir keiner war. Ist hinter mir jemand gewesen dann auch mal 100 (wenn erlaubt) um keine Verkehrsbehinderung zu sein.


Bin aber da bei @Ice-Mark. Bei mir ist Stand heute entweder voll E oder Verbrenner, deshalb greife ich jetzt vorerst wieder zum reinen Verbrenner.
 
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Die Daten in der App sind Blödsinn. Bei mir stehen da 4,7L auf 100 km und 7,9 Kwh auf 100 km. Mit den Daten kann man den realen Verbrauch für eine Vollentleerung beider Systeme überhaupt nicht errechnen.

Du behauptest, du kommst von Flensburg bis Freiburg in einem Ritt, ohne tanken und laden zu müssen. Und das ist schlichtweg nicht machbar (auch nicht mit 30 km/h)! Nie im Leben!
Wie gesagt, ich fahre seit über 5 Jahren Hybrid (ca. 120.000 km). Die Kiste hätte dann ja mehr Reichweite als viele Diesel. Mit 40 Liter Benzin und knapp 20 Kwh :ROFLMAO: Purer Unfug!
 
Lesen ist wohl nicht so deine Stärke oder? Wo behaupte ich, dass ich auf Langstrecke diese Werte erreiche? Ich spreche von MEINEN Werten! MEINEM Fahrprofil, MEINER Wegstrecke, welche NOCHMAL zum Großteil im urbanen Umfeld ist. Ich finde es schon sehr anmaßend von Dir mir hier irgendwelche "Lügen" zu unterstellen, nur weil es nicht zu DEINEM Fahrprofil passt! Außerdem habe ich nirgends geschrieben, dass ich bei 1.000km nicht laden müsste! Ich schrieb mit einer TANKFÜLLUNG! Natürlich lädt man den PHEV regelmäßig nach, macht man dies nicht, sollte man sich auch keinen PHEV kaufen. Meine Meinung!

Und natürlich komme ich auf der Langstrecke keine 1.000km, eher so ~600km. So eine Stecke fahre ICH aber nur 2x im Jahr, und da juckt es mich nicht mal zwischen drin tanken zu müssen. Würde ich so eine Strecke regelmäßig fahren müssen, hätte ich einen Diesel gekauft!
Sorry an alle anderen für das Offtopic, bin nun auch aus dieser Unterhaltung raus.
 
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